BRUGGERpraxis

BRUGGERpraxis– Geniale Magnet-Hacks und smarte Lösungen für die Industrie

Willkommen in der Ideenschmiede des Magnetismus.

Wer an Magnete denkt, hat oft nur das Whiteboard im Büro vor Augen. Die Realität in der Konstruktion und Fertigung sieht jedoch völlig anders aus. Moderne Industriemagnete sind unterschätzte Kraftpakete, die technische Probleme genau dort lösen, wo traditionelle Mechanik an ihre Grenzen stößt.

Sie heben ausfallsicher tonnenschwere Lasten, packen als smarte Roboter-Greifer ölige Werkstücke und übertragen Antriebskräfte völlig berührungslos durch massive Wände hindurch. Gleichzeitig fixieren sie Bauteile zerstörungsfrei ohne Bohren, dämpfen Maschinenvibrationen, arbeiten als verschleißfreie Sensoren und ziehen mikroskopisch feinen Abrieb aus komplexen Produktionslinien.
Vergessen Sie alles, was Sie über herkömmliche Verbindungen, Kupplungen oder Filteranlagen wissen – entdecken Sie das wahre Potenzial intelligenter Magnettechnik.

In unserer BRUGGERpraxis Datenbank decken wir auf, was unsichtbare Kräfte wirklich leisten können. Entdecken Sie clevere Magnet-Hacks, die Prozesse sicherer machen, Wartungskosten drastisch senken und Konstruktionen ermöglichen, die zuvor als unlösbar galten. Ein Industrie-Magnet oder besser "MAGNETSYSTEM" ist nicht einfach nur ein Stück Metall – er ist ein hochtechnologisches Werkzeug. Wir zeigen Ihnen, wie Sie physikalische Prinzipien intelligent für Ihre Industrie-Anwendung nutzen können.

Wie Magnet-Hacks die Industrie revolutionieren

  • Partikelseparation im Mikrometerbereich (Reinheit): Hochleistungs-Filterstäbe ziehen feinsten Metallabrieb und Edelstahlstaub aus fließenden Schüttgütern und garantieren 100% Sicherheit in der Lebensmittel- und Recyclingindustrie.
  • Zerstörungsfreies Verbinden (Kein Bohren, kein Schweißen): Magnetsysteme fixieren Sensoren, Werkzeuge oder Bauteile bombenfest auf Stahl – und lassen sich bei Bedarf in Sekunden rückstandslos lösen und neu positionieren.
  • Berührungslose Kraftübertragung (Verschleißfrei): Magnetkupplungen und Magnetgetriebe übertragen Drehmomente durch geschlossene Wände hindurch. Das Ergebnis: 100 % Dichtigkeit, keine Reibung, null Wartungsaufwand.
  • Ausfallsicheres Heben (Ohne Dauerstrom): Schaltbare Permanentmagnete heben tonnenschwere Stahlplatten und Rohre. Da sie ihr Magnetfeld autark aufrechterhalten, bleibt die Last selbst bei einem totalen Stromausfall sicher in der Luft.
  • Sicheres Greifen & Automatisieren (Öl- und schmutzunabhängig): Magnetische Greifer am Roboterarm (End-of-Arm-Tooling) packen Werkstücke in Millisekunden – selbst wenn diese ölig, rau oder gelocht sind. Sie sind die zuverlässige Alternative, wenn Vakuum- oder mechanische Greifer versagen.

  • Berührungsloses Schalten & Erfassen (Störungsfrei): Magnete als Geber für Sensorik (z. B. Hall- oder Reed-Sensoren) arbeiten völlig verschleißfrei. Im Gegensatz zu optischen Systemen durchdringen Magnetfelder mühelos Schmutz, Öl, Dampf und sogar Kunststoffgehäuse.

  • Intelligentes Dämpfen & Toleranzausgleich (Flexibel): Gummierte Magnetsysteme verbinden Bauteile nicht starr, sondern fungieren als Puffer. Sie schlucken Maschinenvibrationen effektiv und gleichen bei der Montage mechanische Toleranzen und Spaltmaße elegant aus.

Magnetische Lösungen zum Filtern & Separieren (Flüssigkeiten, Schüttgut)

Metallische Verunreinigungen in Flüssigkeiten oder im  Schüttgut gefährden die Produktsicherheit? Wo konventionelle Vlies- oder Siebfilter versagen oder verstopfen, setzen unsere Magnet-Hacks an: Hochleistungs-Magnetfilter und Magnetabscheider ziehen selbst feinsten (para-)magnetischen Abrieb zuverlässig aus Flüssigkeiten und Granulaten – ganz ohne Druckverlust. Als Ihr Entwicklungspartner aus dem Schwarzwald konstruiert die BRUGGER GmbH für den Maschinenbau, Metallverarbeitende Betriebe sowie die Pharma- und Lebensmittelindustrie im gesamten DACH-Raum maßgeschneiderte, wartungsarme Separationslösungen „Made in Germany“.

Abrasiver Feinstabrieb in Kühlschmierstoffen zerstört Ihre Pumpen? 
Bei Schleif- und Honprozessen versagen klassische Papierband- oder Vliesfilter, da mikrofeiner Metallstaub ( unter 10 μm) einfach hindurchrutscht. Die Folge sind zerstörte Hochdruckpumpen und hohe Kosten für Filtermedien. Die Lösung der BRUGGER GmbH: Verschleißfreie Magnetfilter im Bypass oder Vollstrom. Starke Neodym-Magnetsysteme fangen den hartmetallischen Feinstabrieb zuverlässig ab, bevor er die Pumpe erreicht. Im Gegensatz zu Sperrfiltern verursacht ein Magnetsystem keinen Druckverlust.
Die Einbindung von Magnetfiltern erfolgt je nach Zielsetzung im Neben- oder Vollstrom. Für die bestmögliche Fluidpflege empfiehlt sich der Bypass-Betrieb (Nebenstrom), da sich die Parameter hier ideal an den Filter anpassen lassen. Im Vollstrombetrieb steht weniger die perfekte Reinheit der Flüssigkeit im Fokus, sondern vielmehr der direkte Anlagenschutz, beispielsweise für Hochdruckpumpen

Geeignete Bauformen für KSS-Anlagen:
1. Inline-Magnetstab-Gehäuse (Vollstrom oder Bypass) Für feinsten Metallschlamm in Flüssigkeiten verwendet man Gehäuse, in denen mehrere hochintensive Neodym-Magnetstäbe  (mit bis zu 12.000 Gauß) stecken. Zur Reinigung zieht man die Magnetkerne manuell nach oben aus ihren Edelstahl-Schutzhüllen heraus. Der Magnetismus am Rohr erlischt und der Schlamm fällt einfach in einen Auffangbehälter ab.

2. Magnet-Gitter oder Magnet-Rechen
Diese dichtgeschweißte Edelstahl-Magnetstäbe (zu Gitter oder Rechen zusammengefügt) werden direkt flach in den Reintank gelegt oder senkrecht vor den Ansaugstutzen der Hochdruckpumpe gehängt. Vorteil: Eine sehr günstige und extrem einfache Nachrüstung.

VAKULINE Kopie | © Brugger GmbH

Beim Schutz von Fallrohren und Abfülllinien in der Lebensmittel-, Pharma- oder Kunststoffindustrie sind statische Magnetgitter oft ein Nadelöhr. Bei schwerfließenden, kohäsiven oder hygroskopischen Schüttgütern neigen die Partikel dazu, sich zu verkeilen. Wenn das Pulver nicht am Magneten vorbeiwill, muss der Magnet sich zum Pulver bewegen. Die Lösung gegen Produktstau ist ein Rotations-Magnetabscheider.
Die dichtgeschweißten Edelstahl-Magnetstäbe sind kreisförmig auf einer Welle montiert und rotieren permanent im Inneren des Gehäuses. Durch die Drehbewegung wird das Pulver mechanisch in Bewegung gehalten – Produktbrücken können physikalisch gar nicht erst entstehen und durch die Verwirbelung kommt jedes einzelne Partikel zwangsläufig in Kontakt mit der Magnetoberfläche. Hochintensive Neodym-Kerne (bis zu 12.000 Gauß) ziehen selbst feinsten Edelstahl-Abrieb (z. B. von Siebbrüchen) sicher aus dem fließenden Produktstrom. Beziehen Sie die "rohen Magnetstäbe" mit oder ohne Gewinde in verscheiedenen Größen für Ihre Konstruktion bei uns oder besprechen Sie mit unseren Entwicklern und Konstrukteuren Ihre Idee - wir setzen Ihre Sonderlösung gerne für Ihre Anlagen um.
Um Materialstaus, Anhaftungen oder Brückenbildung in Behältnissen zu beseitigen, setzt die Schüttgut- sowie Recyclingbranche häufig auf Druckluftklopfer. Innovative, mobile Lösungen lassen sich dank kraftvoller Magnet-Vakuum-Systeme, wie unsere vakuLINE Systeme im Handumdrehen und völlig zerstörungsfrei – ganz ohne Schweiß- oder Bohrarbeiten an jeder Behälterwand montieren.

Magnetfilterstab aus NdFeB ⌀25mm mit beidseitigem Innengewinde | © Brugger GmbH

Sie denken, Edelstahl lässt sich nicht magnetisch filtern?
Wer in der Zerspanung oder im Anlagenbau arbeitet, nutzt für Edelstahl oft teure Vlies- oder Maschenfilter. Der Grund: Edelstahl wie 1.4301 (V2A) gilt als unmagnetisch. Das ist jedoch ein Irrtum, der in der Industrie zu massiven Filterkosten und unerwünschtem Druckverlust in den Leitungen führt.

Sobald Edelstahl in der Maschine bearbeitet wird (Fräsen, Schleifen, Honen), entsteht durch die Kaltverformung sogenannter Martensit. Das Gefüge wandelt sich um und der mikroskopische Feinstabrieb wird schwach magnetisch (paramagnetisch). Die Lösung der BRUGGER GmbH: Um diese schwach magnetischen Partikel selbst aus zähen Bearbeitungsölen (mit hoher Viskosität) zu separieren, konstruieren wir spezielle Hochgradienten-Magnetsysteme. Durch eine extrem hohe Flussdichte an der Rohroberfläche von > 10.000 Gauss wird der Edelstahl-Abrieb aus dem Fluid extrahiert – verschleißfrei, ohne laufende Kosten für Filtermedien und bei stets konstantem Leitungsdruck.

Geeignete Bauformen für schwer filtrierbare Medien & paramagnetischen Abrieb:

1. Hochleistungs-Filterstäbe (> 10.000 Gauss) mit Extraktionshülle
Für schwach magnetischen Abrieb werden extrem dicht gepackte Neodym-Systeme verwendet, die direkt in den Flüssigkeitsstrom ragen. Das hochverdichtete Magnetfeld überwindet den Widerstand zäher Öle mühelos. Durch das Doppelrohr-System (Extraktionshülle) lassen sich die Stäbe im laufenden Betrieb mit einem Handgriff reinigen: Magnetkern herausziehen, und der Edelstahl-Schlamm fällt von der unmagnetisch gewordenen Hülle ab.

2. Bypass-Magnetfiltersysteme für hochviskose Öle
Anstatt den kompletten Fluidstrom mit großem Druck durch einen Filter zu pressen (Vollstrom), empfiehlt sich bei paramagnetischem Abrieb die Installation im Bypass (Nebenstrom). Hier kann die Durchflussgeschwindigkeit (l/min) so reguliert werden, dass die schwach magnetischen Partikel ausreichend Zeit haben, um durch das dichte Öl sicher zur Magnetoberfläche zu wandern und dort zu haften.

In der Lebensmittel-, Futtermittel, Pharma- und Recyclingindustrie steht nicht nur der Anlagenschutz (z. B. von Mühlen und Extrudern vor abgebrochenen Schrauben), sondern vor allem die absolute Produktreinheit im Fokus. Wenn Fremdkörper in Babynahrung oder pharmazeutische Pulver gelangen, drohen teure Rückrufe. Zudem herrscht in Pulveranlagen oft ein hohes Risiko für Staubexplosionen.

Die Lösung der BRUGGER GmbH: Produktsicherheit und Audit-Konformität stehen bei der Konstruktion unserer Separationssysteme an erster Stelle. Als deutscher Hersteller bauen wir Magnetfilter, die keine hygienischen Schwachstellen bieten. Wir verwenden totraumfrei polierte Edelstahlschweißnähte sowie FDA-konforme Dichtungen nach EHEDG-Richtlinien. Für staubexplosionsgefährdete Umgebungen in der Pulver- und Schüttgutverarbeitung liefern wir zudem vollständig ATEX-zertifizierte Gehäuse. So gewährleisten Sie 100 % Reinheit und Anlagenschutz „Made in Germany“.

Magnetfilter Rohre | © Brugger GmbH

Die effektivste und wartungsärmste Maßnahme ist der Einsatz von Neodym-Magnetfiltern direkt im Materialfluss. In Produktionsprozessen (z. B. bei der Verarbeitung von Kunststoffgranulat, Holzspänen oder Recyclingmaterial) schleusen sich oft unbemerkt kleinste ferromagnetische Fremdkörper, feiner Eisenstaub oder mechanischer Abrieb ein.

Das Problem: Gelangen diese Metallpartikel in Extruder, Spritzgussdrüsen oder Mahlwerke, drohen kapitale Maschinenschäden, teure Produktionsstillstände und hoher Ausschuss. Herkömmliche Siebe verstopfen schnell und erhöhen den Druck in den Leitungen. Industrielle Magnetfilter-Systeme fangen diese Partikel im fließenden Betrieb vollkommen barrierefrei und materialschonend ab.
 

Smarte Magnet-Hacks für die Filtration:

  • 1. Magnetfiltergitter in Trichterform (Schutz für Granulate & Pulver): Diese Filtergitter (z. B. in 60°-Trichterform) werden direkt in die Materialtrichter von Verarbeitungsmaschinen eingesetzt. Sie zwingen das frei fließende Material, eng an den hochgradig magnetischen Stäben vorbeizuströmen.
    • Praxis-Einsatz: Idealer Schutz in Kunststoff-Spritzgussanlagen oder Recycling-Trichtern, um selbst feinste, schwach magnetische Abriebpartikel abzufangen.
       
  • 2. Magnetische Filterstäbe in Rohrleitungen (Flüssigkeiten & Emulsionen): Einzelne, extrem starke Neodym-Magnetstäbe werden in geschlossene Rohr- und Prozessleitungen integriert. Die glatte Edelstahlhülle sorgt dafür, dass die Strömung nicht behindert wird. Außen-Rohrfilter, die als Manschette um die Rohrleitung gelegt wird, ist ein ebenso gängiges Filtersystem.
    • Praxis-Einsatz: Abscheidung von Eisenpartikeln aus flüssigen Medien, Kühlflüssigkeiten oder Lebensmittelströmen.

  • 3. Magnetrollen für das Förderband (Automatische Dauertrennung): Hier fungiert die Umlenkrolle des Förderbandes selbst als Magnet. Während das saubere Gut normal vom Band fällt, werden metallische Fremdkörper vom Magneten festgehalten und erst auf der Unterseite des Bandes automatisch abgeworfen.
    • Praxis-Einsatz: Kontinuierliche, automatisierte Separation in Recycling- und Holzanlagen ohne jeglichen manuellen Reinigungsaufwand.

Der Brugger-Praxistipp für die Instandhaltung:
Unsere Filtersysteme sind modular verschraubt. Das bedeutet: Für die Reinigung muss nicht die ganze Anlage zerlegt werden. Die Magnetstäbe lassen sich einfach entnehmen und die abgestreiften Metallpartikel fallen mühelos ab – das reduziert die Wartungszeit auf ein Minimum.

Magnetische Lösungen zum Befestigen & Montieren (ohne Bohren oder Schweißen)

Fehlender Platz, starre Halterungen oder striktes Bohrverbot an Maschinen und Stahlträgern?
In der modernen Fertigung kostet jede Minute Rüstzeit Geld, und jede Beschädigung von lackierten Gehäusen gefährdet den Korrosionsschutz. Wo klassische Schraub- und Schweißverbindungen zu unflexibel sind oder die Statik verletzen, setzen unsere Magnet-Hacks an: Verschleißfreie Magnetsysteme fixieren Sensoren, Kabelbäume, Werkzeuge oder Bedien-Tablets (HMIs) bombenfest – und lassen sich bei Bedarf in Sekunden stufenlos justieren oder rückstandslos entfernen.
Als Ihr Entwicklungspartner aus dem Schwarzwald konstruiert die BRUGGER GmbH für den Maschinenbau, die Automatisierungstechnik und den Anlagenbau magnetische, maßgeschneiderte Halte- und Befestigungslösungen, die selbst stärksten Scherkräften standhalten.

magnetische Befestigung Leuchte an Maschine | © Brugger GmbH
magnetische Scanner Befestigung | © Brugger GmbH

Ja, das ist problemlos und hocheffizient möglich. Durch den Einsatz von spezialisierten Industrie-Magnetsystemen können Werkzeuge, HMIs und Messmittel absolut materialschonend an Maschinengehäusen oder Schaltschränken befestigt werden. Die 5S-Methode (Lean Management) fordert, dass Werkzeuge genau dort griffbereit sind, wo sie gebraucht werden. Ein Anbohren oder Schweißen von Maschinenblechen ist in der Werkstattpraxis jedoch tabu, da es die Herstellergarantie erlöschen lässt, Schutzarten (z. B. IP65) verletzt und dahinterliegende Elektronik beschädigen kann. Magnethalterungen lösen diesen Konflikt zerstörungsfrei: Sie eliminieren lange Laufwege und halten Werkzeuge flexibel im direkten Zugriff des Werkers.

Geeignete Bauformen für die Werkstattpraxis:

  • 1. Flache Topfmagnete mit Gewinde: Diese Neodym-Systeme bündeln ihre Haftkraft gezielt auf der Haftfläche. Über das integrierte Metrisch-Gewinde lassen sich Standard-Normteile, Haken oder Rohrschellen direkt verschrauben.
    • Praxis-Einsatz: Flexible Aufhängung von Druckluftpistolen, Handscannern oder schweren Drehmomentschlüsseln.

  • 2. Komplett gummierte Magnetsysteme: Die robuste Gummibeschichtung schützt pulverbeschichtete Gehäuse zu 100 % vor Kratzern und erhöht den Verschiebewiderstand auf glatten Oberflächen. Zudem wirkt das Gummi als effektiver Vibrationsdämpfer.
    • Praxis-Einsatz: Sichere Montage von Industrie-Tablets (HMIs), Monitoren und empfindlicher Elektronik an vibrierenden Anlagen.

  • 3. Magnetische Gelenkarme und Schwanenhälse: Die Kombination aus starkem Magnetfuß und mechanischem Gelenkarm ermöglicht eine vollflexible, dreh- und neigbare Ausrichtung mit nur einem Handgriff.
    • Praxis-Einsatz: Ergonomische Positionierung von digitalen Messschiebern, Messuhren oder Prozesskameras im Sichtfeld des Werkers.


  • 4. Magnetische Ablageschalen und Boxen: Kompakte Aufbewahrungseinheiten, die direkt mit Magneten ausgestattet sind und flächig an jeder Stahlwand haften.
    • Praxis-Einsatz: Bereitstellung von Wendeschneidplatten, Inbusschlüsseln, Prüfprotokollen, Bedienungsanleitungen oder Reinigungstüchern direkt an der Maschine.

Eine der effektivsten Maßnahmen ist der konsequente Umstieg auf werkzeuglose Montagesysteme. Wenn Produktionsanlagen beim Produktwechsel zu lange stillstehen, blockiert das wertvolle Kapazitäten. Ganz im Sinne der SMED-Methode (Single-Minute Exchange of Die) bieten maßgeschneiderte Magnetsysteme hier eine hocheffiziente und wirtschaftliche Lösung, um teure Stillstandszeiten drastisch zu reduzieren. Als smarte Alternative zu aufwendigen, mechanischen Nullpunktspannsystemen lassen sich magnetische Snap-In-Prinzipien sowie flexible Peripheriehalterungen realisieren.
Statt Komponenten mühsam zu verschrauben, werden sie präzise und zerstörungsfrei per Magnetkraft fixiert. Das eliminiert zeitintensive Schraubarbeit und verkürzt Rüstvorgänge von vielen Minuten auf wenige Sekunden. Effiziente Lösungsansätze für die Praxis:

  • 1. Magnetisches Snap-In-Prinzip (Werkzeug- & Vorrichtungswechsel): Anschläge, Greiferbacken oder Vorrichtungen werden mit präzise gefrästen Flachgreifern oder schaltbaren Magneten ausgestattet. Das Bauteil „schnappt“ selbstständig in die exakte Position.
    • Praxis-Einsatz: Schneller Tausch von Formatteilen oder Werkzeugen mit nur einem Handgriff – absolut spielfrei und beständig gegen extreme Vibrationen sowie ölige Oberflächen.

  • 2. Zerstörungsfreie Befestigung von Sensorik & Peripherie: Bei Produktwechseln müssen Kameras, Lichtschranken oder Schwingungssensoren oft neu positioniert werden. Da Bohren an Maschinentischen oder Roboterarmen tabu ist und Kleben bei Vibrationen versagt, bieten gummierte Magnetsysteme den optimalen Halt.
    • Praxis-Einsatz: Sekundenschnelles, spurloses Versetzen von Sensor- und Überwachungstechnik ganz ohne Werkzeugeinsatz.

  • Temporäre Absperrungen bei Wartung und Umrüstung: Während des Rüstvorgangs oder bei Wartungsarbeiten müssen Gefahrenbereiche für andere Mitarbeiter kurzzeitig gesperrt werden. Starre Absperrungen aufzustellen kostet im Alltag wertvolle Zeit.
    • Praxis-Einsatz: Einsatz von Gehäusen mit ausziehbaren Absperrbändern, die per schaltbarem Magnet blitzschnell an benachbarten Maschinenwänden fixiert werden, um sofort eine Sicherheitszone aufzuspannen.

Wirtschaftlicher Vorteil:
Der Rüstaufwand wird von zeitintensiver Präzisionsarbeit auf simple Handgriffe reduziert. Die Maschinenverfügbarkeit steigt sofort, während der Arbeitsschutz erhöht wird und die empfindliche Anlagenstruktur zu 100 % geschützt und unbeschädigt bleibt.

magnetische Befestigungsloesung für Leitungen | © Brugger GmbH
magnetische Steckdosenleistenbefestigung | © Brugger GmbH

Das Nachrüsten von Leitungen und Elektrik gelingt werkzeuglos und materialschonend über das Maschinengehäuse als magnetische Montagefläche. Bei der Erweiterung von Anlagen müssen oft neue Pneumatikschläuche, dicke Kabelstränge oder zusätzliche Steckdosenverteiler angebracht werden. Ein Anbohren oder Schweißen der Blechverkleidungen ist jedoch tabu, da es den Korrosionsschutz (Lack) verletzt, die Maschinengarantie erlöschen lässt und dahinterliegende Elektronik gefährdet. Herkömmliche Klebepads versagen in der Industrieumgebung schnell, da sie durch Maschinenöl und Temperaturschwankungen aushärten. Hochbelastbare Industrie-Magnetsysteme lösen dieses Problem: Sie fixieren Leitungen mit einem satten „Klack“ dauerhaft sicher und bleiben dennoch vollflexibel. Speziell gummierte Magnetsysteme erhöhen die Scherkraft.

Geeignete Bauformen für Leitungs- und Elektroinstallationen:

  • 1. Magnetsysteme mit Kabelbinderhalterung: Diese gummierten Systeme verfügen über einen vormontierten Norm-Sockel für Standard-Kabelbinder. Sie halten Schläuche und Kabelbäume sicher an senkrechten oder überhängenden Blechen und dämpfen Vibrationen.
    • Praxis-Einsatz: Sauberes Bündeln und Führen von temporären oder dauerhaften Zuleitungen direkt entlang der Maschinenwand.
  • 2. Spezialisierte Kabelhaltermagnete für Kabelstränge: Extra kraftvolle, gummierte Magnetsysteme, die speziell für die Aufnahme schwerer Lasten ausgelegt sind. Sie fixieren dicke Bündel und ganze Stränge mittels robuster Industrie-Kabelbinder dauerhaft an Ort und Stelle.
    • Praxis-Einsatz: Sicheres Hochlegen von Zuleitungen aus den Laufwegen der Werker, um gefährliche Stolperfallen zu eliminieren und Kabel vor Spänen oder Gabelstaplern zu schützen.
  • 3. Topfmagnete mit Gewindezapfen für Rohrschellen & Steckdosen: Neodym-Systeme mit enormer Haftkraft und einem genormten Gewindezapfen (z. B. M6 oder M8). Daran lassen sich handelsübliche Rohr- und C-Schellen oder Montageplatten fest verschrauben.
    • Praxis-Einsatz: Blitzschnelles Nachrüsten von starren Druckluftleitungen, schweren Mehrfachsteckdosen oder ganzen Verteilerkästen am Schaltschrank.
  • 4. Magnetbestückte Kabelkanäle: Standard-Kabelkanäle aus Kunststoff oder Blech, die auf der Rückseite mit passgenau angeschraubten Magnetsystemen versehen werden.
    • Praxis-Einsatz: Saubere, vollkommen verdeckte und geschützte Leitungsführung über längere Strecken hinweg – ideal für den schnellen Auf- und Umbau ganzer Trassen ohne Werkzeugeinsatz.

Wirtschaftlicher Vorteil:
Installations- und Erweiterungszeiten werden drastisch verkürzt. Da der Korrosionsschutz der Gehäuse zu 100 % intakt bleibt, wird Rostbildung effektiv verhindert und der Wiederverkaufswert der teuren Produktionsanlagen bleibt vollständig erhalten.